Der Brief von Herr Pastoralreferent Hödl findet sich hier....


Sehr verehrter Herr Hödl,

danke für Ihren Beitrag zur Diskussion. Zuerst antwortete die Chefin des Gemeindeteams, nun ein Pastoralreferent. Wir fragen uns,  wie viele Beiträge es noch braucht, bis sich der Papst einschalten wird. Wenn Sie uns versprechen, dass das passiert, bleiben wir gerne am Ball.

Um den lokalen Bezug herzustellen, den sich Herr Uhte ja immer wünscht:

Wie tot ist die kath. Kirche in Leimen? Der Bericht von Leimen Lokal über die Weihung des Diakons Sych hatte auf Facebook genau drei Likes, bis heute. Der Text über die Feuerwehraktion „Weihnachtsbaum“ 47 Likes. Also wir würden da zumindest den Notarzt rufen.  

Sie haben unseres Erachtens darüber hinaus in der kath. Kirche in Leimen ein Personalproblem, dass die ganze Seelsorgeeinheit spaltet. Viele Menschen sehen das Wirken einer Person sehr kritisch. Sehen Sie sich bitte die Grafiken zum Bericht der Selbstbewertungskommission an. Die sind doch nach unserem Verständnis grottenschlecht. Vor allem dafür, dass man sich ja selbst bewertet hat.

Im Folgenden wollen wir dann nur zwei Aspekte Ihres Textes aufgreifen, sonst wird das zu einer Bleiwüste.

Vielleicht starte ich mit einem Zitat zur Meinungsfreiheit, dem Grundbestandteil jeder Demokratie ist.

Friedrich Wilhelm Graf, evangelischer Theologe und einer der profilierten Religionsdeuter unserer Zeit in einem Interview:

Frage: ………..spricht jetzt Volker Kauder, ….., mit manchen anderen vom "Grundgesetz, das auf unserem christlich-jüdischen Erbe beruht". Was ist damit gemeint?

Antwort: „Zunächst muss man sagen, dass die Behauptung einfach falsch ist. Der moderne Verfassungsstaat, und speziell der Rechtsstaat in Deutschland, ist weithin gegen die Kirchen durchgesetzt worden. So wurde etwa noch weit bis in die fünfziger Jahre in den Diskursen beider großen Kirchen der Begriff "Menschenrechte" eher kritisch gesehen, als liberalistische Verirrung des modernen Menschen.

Später, im Zusammenhang mit der Diskussion um die Menschenwürde, wurde stärker über religiöse Wurzeln nachgedacht. Der Begriff "Menschenwürde" kommt von den antiken Stoikern, ist dann von den christlichen Kirchenvätern aufgenommen und in der christlichen Renaissance-Philosophie modelliert worden. Aber der enge Zusammenhang von Menschenwürde und Ebenbild-Vorstellungen ist erst ein Konstrukt des 20. Jahrhunderts.“ Zitatende

Weitere unrühmliche Zeiten in Sachen Demokratie für die Kirchen waren aus unserer Sicht:

Wir sind keine Historiker und hören hier mal auf.

So kann der der geneigte Leser erkennen, wie Kirchen es mit der Demokratie gehalten haben. Wir ganz persönlich sehen es so: Die Kirchen haben sich wie ein Krebsgeschwür in den demokratischen Staat gefressen auch heute noch, zumindest in Deutschland.

Zum Gottesbeweis:

In der Naturwissenschaft ist nach unserem Verständnis klar: Wer die Existenz von Dingen behauptet, muss beweisen, dass es diese gibt. Wer hingegen sagt, Etwas existiere nicht, muss nichts tun. Ihm sind die Hände gebunden, bis derjenige, der die Existenz behauptet, den Beweis erbracht hat. Denn, es ist sehr schwer zu beweisen, dass ein existierendes Ding, nicht existiert. Hingegen ist es – zumindest prinzipiell – sehr einfach, zu beweisen, das nichtexistierende Dinge doch existieren.

Es ist leider die geübte Praxis zu fordern, dass Menschen, die nicht an Gott glauben, den Beweis erbringen sollen, dass es Gott nicht gibt.

Schließlich war ja auch der Erkenntnisgewinn der Wissenschaften durch wirkliche menschliche Qualen behindert. Die Kirchen haben sich gegen die Erkenntnisse der Wissenschaften gesträubt. Mit Feuer und Tod.

Wir stellen beispielhaft fest: Erst 1992 hat die kath. Kirche Ihren Frieden mit Galileo Galilei gemacht. Wie vernagelt muss man sein, dass man diesen Mann nicht schon wesentlich früher rehabilitiert hat?

Wir sagen den Menschen ganz klar: „Glaubst Du noch oder denkst Du schon“ und natürlich „Heidenspaß statt Höllenqual“. Wir sagen weiter: Lebt so, dass ihr keinem Lebewesen Leid antut und der Welt keinen Schaden zufügt, denn ihr habt nur diese eine Chance. Ein Leben nach dem Tod gibt es nicht.

Dass unsere Homepage auf der Domain „wir-sind-leimen.de“ liegt daran, dass die Domain schon seit Jahren anderweitig in Gebrauch war, warum sie also nicht nutzen. Wir hätten die Domain, wäre sie nicht schon vorhanden gewesen, anders benannt. Kein Grund also uns hier Größenwahn unterzuschieben.

Lieber Herr Hödl, seien Sie versichert, wir sind für Sie da und beantworten Ihre Textbeiträge auf Leimen Lokal immer gerne. Denn es hilft uns, die wir nicht kostenlos in Funk und Fernsehen die Menschen beschallen dürfen, diese zu erreichen.

Am Ende noch Zitat

„Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen.“

(Richard Dawkins)

Und wieder ein schönes Video für all die Menschen, die sich Fragen stellen:

https://www.youtube.com/watch?v=SR-xujLbkT4

Beste Grüße

E. Hennenberger + G. Scheurich.

Sprecher der HIL

 

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